Archiv der Kategorie ‘How-To‘

Fedora und die Klänge der Welt

Freitag, den 26. Oktober 2007

Aus lizenzrechtlichen Gründen ist das Abspielen von Musik bestimmter Dateiformate (bspw. MP3) nach einer Standardinstallation von Fedora nicht möglich. Nebenbei bemerkt steht Fedora damit nicht alleine da, andere Distributionen sind davon ebenso betroffen.

Natürlich gibt es eine Lösung.
Es gibt diverse Repositories (wer es nicht weiß: das sind Verzeichnisse im Internet, die Programmdateien und -pakete enthalten; von dort aus kann man Programme beziehen und installieren), die entsprechende Programmbibliotheken für das Abspielen von Musik- und Videodateien ermöglichen. Ein Repository für Fedora ist rpm.livna.org, es lässt sich über den entsprechenden Link zur RPM-Datei herunterladen und installieren.

MPD installieren
Von diesem Repository aus kann man nun mit Yum den Music Player Daemon (kurz: mpd) installieren. MPD ist nichts anderes als ein Musikserver. Man kann damit also auch über ein Netzwerk Musik abspielen, wobei die im Netzwerk befindlichen Rechner diese Musik dann wie ein Radio “empfangen” könnten. Für Einzelplatzrechner ist das Programm aber dennoch hervorragend nutzbar.

MPD einrichten
Vor der Benutzung muss MPD noch konfiguriert werden, im MPDWiki gibt es eine leicht verständliche Anleitung zum Einrichten des MPD.

Dort steht nichts anderes, als dass man in der Datei ~/.mpdconf (benutzerindividuell) oder /etc/mpd.conf (systemweit) einige Verzeichnisangaben machen muss. Bei mir sieht die Datei jetzt wie folgt aus, wobei sich meine gesamte Musik im Verzeichnis /media/musik befindet:
port "6600"
music_directory "/media/musik"
playlist_directory "/media/musik/.mpd/playlists"
db_file "/media/musik/.mpd/mpd.db"
log_file "/media/musik/.mpd/mpd.log"
error_file "/media/musik/.mpd/mpd.error"

Das war auch schon der schwierigste Teil (und der war ja nun wirklich leicht :) ).

GMPC installieren
Der MP Daemon lässt sich ausschließlich über die Konsole steuern (mit mpc, dem MP Client), das ist natürlich nur bedingt komfortabel für einen Linuxeinsteiger. Hier empfiehlt sich die Installation eines Frontends, welches auf dem MPD aufsetzt. Eines ist der Gnome Music Player Client (kurz: gmpc). Selbigen einfach installieren und fertig.

MPD starten
Halt, ganz fertig sind wir noch nicht. Ehe GMPC eine Verbindung zum MPD herstellen kann (wie gesagt, das ist ein Server – und der muss nunmal laufen) müssen wir einmal in der Konsole ganz einfach mpd ohne Parameter eintippen und mit Enter bestätigen, um eine MPD-Session zu starten. Dann erst kann sich GMPC damit verbinden und Musik abspielen.

MPD-Start automatisieren
Damit man den MPD im Vorfeld nicht immer manuell aufrufen muss, lässt sich der Befehl mpd auch in die Datei /etc/rc.local eintragen (einfach in einer neuen Zeile hinzufügen) und schon wird der Musikserver bei jedem Systemstart gleich mitgestartet.

Linktipp: viele HowTo’s für Fedora, Ubuntu & Mandriva

Donnerstag, den 25. Oktober 2007

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, meine Daumentasten unter Fedora zu nutzen, stieß ich auf ein Wiki mit einer großen Menge an Fedora-HowTo’s. Zwar gilt die Seite für Fedora Core 6 (aktuell ist Fedora in Version 7, in wenigen Wochen erscheint bereits das 8er Release), aber so wie mein Daumentastenproblem sind viele HowTo’s sicher versionsunabhängig und universell einsetzbar. In bestimmten Fällen sind die Beschreibungen möglicherweise sogar unabhängig von der installierten Distribution. Entsprechende HowTo-Seiten für Ubuntu und Mandriva sind ebenfalls vorhanden.

Ansonsten gibt es da noch das Fedorawiki.

Einrichten von Bluetooth-Eingabegeräten

Dienstag, den 23. Oktober 2007

Ich besitze ein bluetooth-fähiges Desktop Set aus Redmond, die genauen Bezeichnungen der Tastatur und der Maus lauten “Microsoft Keyboard Elite for Bluetooth” und “Microsoft IntelliMouse Explorer for Bluetooth”. Diese werden bei mir (Fedora 7) nicht ohne Weiteres erkannt. Das lässt sich natürlich ändern.

Unter der Voraussetzung, dass die nötigen Pakete installiert sind (z.B. die bluez-Pakete), lässt sich eine Serverinstanz des Bluetooth HID Daemons mit folgendem Befehl starten: hidd --server
Dieser Server ist in der Lage, Bluetoothgeräte zu finden und mit dem PC zu koppeln. Das lässt sich folgendermaßen bewerkstelligen: hidd --search

Um den Server bei jedem Neustart von Linux automatisch starten zu können, ist ein simpler Eintrag in die Datei /etc/rc.local nötig:

/usr/sbin/hciconfig hci0 up
/usr/sbin/hciconfig hci0 lp RSWITCH,HOLD,SNIFF,PARK
hidd --server
hidd --search

Gefunden habe ich diese Lösung übrigens im fedoraforum.org.

Daumentasten nutzen

Mittwoch, den 20. September 2006

So… endlich habe ich mich mal hingesetzt und die Daumentasten meiner Maus zum Laufen gebracht. Sie haben bis jetzt nicht reagiert, ich wollte aber unbedingt die Funktion für den Browser nutzen (Vor- / Zurück-Blättern).

So gehts (ich habe hier abgeguckt):

  • Die Datei /etc/X11/xorg.conf anpassen (als root – vorher besser ne Sicherheitskopie machen). Ich habe die Optionen Buttons auf “7″ (7, weil 5 Tasten + 2 für das Scrollen des Mausrades) gesetzt und ZAxisMapping auf “6 7″ geändert. So sieht die Datei danach aus:

    Section “InputDevice”
    Identifier “Mouse[1]”
    Driver “mouse”
    Option “Buttons” “7″
    Option “Device” “/dev/input/mice”
    Option “Name” “ImExPS/2 Logitech Explorer Mouse”
    Option “Protocol” “explorerps/2″
    Option “Vendor” “Sysp”
    Option “ZAxisMapping” “6 7″
    EndSection

    Heisst aber natürlich nicht, das eure auch so aussehen muss.

  • Das Programm xev starten und testen, ob bei jedem Klick mit der Maus ein Ereignis auftritt. Wenn nicht, vielleicht nochmal gucken, ob alles in der xorg.conf richtig ist
  • Das Programm mousemap herunterladen – die Datei entpacken und mousemap (die Datei, nicht den Ordner) nach /usr/bin/ kopieren.
  • In der Konsole mousemap “Alt_L Left” “Alt_L Right” “1 2 3 6 7 4 5″ eingeben und mit ENTER bestätigen. Nun sollten im Firefox die beiden Daumentasten als Vor- bzw- Zurücktaste fungieren.
  • Damit man das nicht jedes mal von Hand eingeben muss, kann man die eben in die Konsole eingegebene Zeile in die Datei /etc/X11/xinit/xinitrc eintragen. Es gibt dort einen Abschnitt # Add your own lines here…
  • Ferttisch – nun sollte es bei jedem Start funktionieren.

Fast vergessen: Ich habe eine Ednet 5-Tasten-Lasermaus.

Internetzugang mit DSL einrichten

Samstag, den 25. März 2006

Damit ich jetzt nicht immer wieder zu Windows wechseln muß, wenn ich mal ins Internet möchte habe ich mir soeben den Internetzugang eingerichtet.

Als erstes geht man in das Kontrollzentrum (YaST) und loggt sich gegebenenfalls als root ein. Dort wächselt man in das Modul Netzwerkgeräte -> DSL. Dort findet man ein leere Liste der vorhandenen DSL-Konfigurationen vor. Hinter dem Button “Hinzufügen” verbergen sich die Dialoge zur Neuanlage einer Internetverbindung.
Die VErbindungseinstellungen belasse ich so, wie sie sind (zumal ich eh nicht wirklich Ahnung habe, was ich da ändern könnte bzw. sollte). In der Liste der Internetserviceprovider ist mein Anbieter nicht vorhanden, so das ich einen neuen anlegen muss. Im Neuanlagedialog gebe ich den Provider spwie den Benutzernamen und das zugehörige Passwort ein. Da ich nicht will, das mein Kennwort jedesmal abgefragt wird mache ich den entsprechenden Haken weg. In den Verbindungsparametern (nächster Schritt) ändere ich die Einstellung Idle Time-Out, da ich nicht nach einer kleinen Phase der Inaktivität wieder vom Internet getrennt werden will. Danach befinde ich mich wieder im Eingangsdialog mit dem eben angelegten Internetzugang in der List. Nach einem Klick auf “Beenden” wird alles gespeichert und der Internetzugang ist eingerichtet. Wir können Yast also wieder schließen.

KINternetIn der Taskleiste sollte sich so ein kleiner Stecker wie im Screenshot befinden (einen Screenshot werde ich später anhängen), wenn nicht, dann kann man das Programm über KMenu -> Internet -> Einwahl in die Taskleiste katapultieren. Ein einfacher Klick verbindet einen mit dem Internet und wenn alles gut gegangen ist, ist der Stecker geschlossen(Sollte man mehrere Internetverbindungen installiert haben, kann man die gewünschte per Rechts-Klick auswählen) . Das wars.

Installation

Samstag, den 25. März 2006

Es ist halb zwei und weil ich nicht schlafen gehen will, habe ich mich entschlossen jetzt mein Linux zu installieren.

Ich lege also meine DVD ein und starte den Rechner neu. Aufpassen – es muss vom DVD-Laufwerk gebootet werden. Ich werde von einer kleinen Auswahl begrüsst. Nach der Änderung der Sprache (F2) auf Deutsch verstehe ich auch ein wenig mehr und ich wähle die Option Installation. Es geht also los.

Der erste Punkt Sprache in der Kategorie Vorbereitung wird automatisch übersprungen (weil ich vorhin schon die Sprache geändert habe?) und ich muß der Lizenz zustimmen, was ich natürlich gerne mache. Nach der automatischen Systemananalyse folgt die Auswahl der Zeitzone – ist alles OK – ich bin in Deutschland. Also wird auch der Dialog per Weiter verlassen. Als nächstes muß ich wählen, mit welchem Desktop ich lieber arbeiten möchte – ich wähle KDE, da der Begriff mir schon des Öfteren zu Ohren gekommen ist. Als Auswahl standen noch GNOME und unter “andere” zum Beispiel X-Window zur Verfügung.
Nun folgen die Dialoge der Kategorie Installation. Im ersten Dialog – der Zusammenfassung – wird eben genau dies getan. Man bekommt noch einmal die Übersicht über das, was denn nun im nächsten Schritt installiert werden soll. Die jeweiligen Einstellungen können noch geändert werden, was in meinem Fall nicht von Nöten war. Die einzelnen Punkte waren:

  • Partionierung: Wieviel Platz soll Linux in Anspruch nehmen
  • Software-Auswahl: Die zu installierenden Pakete
  • Sprache

An den Softwarepaketen habe ich wie gesagt nichts geändert. So wurden das Grafische Grundsystem, die KDE Desktopumgebung und die Hilfe- und Supportdokumentation installiert. Im nächsten Schritt findet die eigentliche Installation statt, die hier nicht weiter besprochen werden muss. :) Einfach in Ruhe die Bilderchen angucken. Vorher muß man gegebenenfalls noch einzelnen Lizenzen zustimmen. Bei mir war es der Flashplayer, der eine Zustimmung wollte. Dieser Schritt dauert bei mir etwa 15 Minuten und wird mit einem Neustart beendet.

Nach dem Neustart habe ich wieder die Wahl, wie ich sie zum Anfang hatte. In dem Glauben, bei der Installation zu sein wähle ich auch wieder diesen Menüpunkt. Dies erwies sich jedoch als falsch, denn die Installation wurde wieder von vorne gestartet. Also wird das Ganze abgebrochen und die Option “Von Fetsplatte booten” gewählt. Danach folgt der Bootlader, aus dem ich den Punkt Linux wähle (ich will ja Windows starten :) ). Hier bin ich richtig, denn ich kann mit der Installation weiter machen.

Es folgt eine erste Konfiguration des Systemes. Als erstes wird nach dem Passwort des Root-Users gefragt. Der Root ist in einem Linux-Sytem so etwas wie der Gott, also sollte man ein sicheres Passwort wählen und sich dieses gut merken. Im nächsten Punkt folgen Einstellungen zum Netzwerkzugang. Ich belasse alles so, wie es ist, scheitere aber beim nächsten Punkt, dem Test der Internetverbindung. Also überspringe ich sowohl die Konfiguration als auch den Internettest, wodurch auch das Internetupdate nicht stattfindet. Weiter geht es mit dem Anlegen eines neuen Benutzers. Man sollte darauf achten den Haken bei “Automatisch einloggen” raus zu machen. Hinter dem Button “Benutzerverwaltung” kann man mehr als einen Benutzer anlegen. Ich belasse es jedoch bei dem einem. Als nächstes wird automatisch aufgeräumt und es folgt ein Hinweis zu der verwendeten Version. Als vorletzter Punkt erscheint eine Übersicht der gefundenen Hardware. Da alles zu stimmen scheint ändere ich hier nichts und es wird gespeichert.

Nach etwa 40 Minuten ist die Installation zu Ende und ich bin erstaunt, das es doch so schnell ging.